Sie sind ja so engagiert, unsere Waidmänner. Und sie sind natürlich auch strikt gegen die "unsinnigen Killerspiele". Ihre Jagdwaffen dagegen seien ein unverzichtbares Werkzeug zur Regulierung der Wildbestände. Ach gäbe es sowas doch auch, um die Idiotenbestände zu regulieren.
Nein, ich nehme Jägern nicht ab, wenn sie behaupten, Hege und Pflege lägen in ihrem Interesse. Jagen gehen, das ist sozial etwa vergleichbar mit der Mitgliedschaft in einer schlagenden Verbindung. Man ist dabei, um zu gewissen Kreisen zu gehören. Jagden bieten sich ja auch hervorragend zur Geschäftsanbahnung an. Gesoffen wird natürlich auch und unter Umständen muss man mit sechs Mann gleichzeitig auf einen Hasen schießen und den dann doch noch mangels Treffsicherheit bei lebendigem Leib vom Jagdhund zerfleischen lassen. Danke auch noch mal für die Katze, die ihr, als ich etwa fünf Jahre alt war, vor meinen Augen abgeknallt habt. Ehrlich, ist nicht schlimm. Ich hatte sie ja nur fünf Minuten vorher noch gestreichelt. Ja. liebe Waidmänner, wer so handelt, der ist auch engagiert, der kümmert sich um soziale Belange, der geht und pflegt die Gesellschaft. Und der weiß natürlich auch, was zu tun ist, wenn es um Killerspiele geht: Verbieten. Ich dagegen finde, verbietet die schrägen Vögel, die gern in albernen grünen Klamotten durch den Wald streichen und ihren Tötungstrieb auf kleine Bambies herunter sublimieren, anscheinend getreu dem Motto: Naturschutz muss zwischen die Augen treffen.
Persönlich bevorzuge ich da eher die Gesellschaft von Killernspielern. Ich bin ohnehin mit vielen von ihnen befreundet und die meisten haben nicht das geringste Interesse an realen Waffen. Mag das, dass das Killerspiel ihr ganz persönlicher Sandsack zum Frustabbau ist, aber selbst das bezweifele ich.
Eines steht jedoch fest: Ein Waffenarsenal gehöt nicht in in einen privaten Haushalt, erst recht nicht in einen, dessen Hausherr seine Wände mit skelletierten Tieren verziert. Für mich grenzt sowas an Nekrophilie. Wenn du was hegen willst, Waidmann, kümmer dich um deine Familie, deine Angestellten, besuch die Oma im Altenheim und mach einen Ausflug mit ihr oder sammel im Wald Müll ein. Da liegt der eine oder andere Kühlschrank um. Stell den Fuß in Drachentöterpose drauf, lass dich dabei fotografieren und häng dir das Gefrierfach später zuhause an die Wand. Alles nicht so krank wie die Ballerei auf irgendwas das lebt.Und vergiss nicht,den Rest vom Kühlschrank nachher auf die Deponie zu bringen.
Burks zitiert einen Artikel aus der Pforzheimer Zeitung über Jäger gegen Killerspiele. Ich denke, meine Meinung dazu, konnte man gerade irgendwie zwischen den Zeilen lesen.